Kundgebung in a Box 2 – Køpi-Wagenplatz Edition

Der Køpi-Wagenplatz (Köpenicker Straße 133-136) soll am 15. Oktober 2021, um 10:00 Uhr geräumt werden.

Die Køpi und der Køpi-Wagenplatz rufen daher zu Soliaktionen auf. Nicht nur am Tag der Räumung sondern auch im Vorfeld sollen zahlreiche Aktionen stattfinden. Hängt Transpis auf, Plakatiert euren Kiez und sorgt dafür, dass alle in eurer Nachbar*innenschaft wissen, was für eine Scheiße der Berliner Senat für den Freitag geplant hat.

Falls ihr am 15. Oktober zwischen c.a 6-9 Uhr eine kleine Kundgebung vor Eurem Haus oder dem zentralen Platz in eurem Kiez anmelden wollt um den Verlust von Freiräumen in der ganzen Stadt sichtbar zu machen, haben wir hier wieder ein paar Materialien gesammelt, um euch das möglichst einfach zu machen. Protestiert mit uns gegen den Ausverkauf Berlins und für ein Recht auf Stadt für alle!

Im Prinzip braucht man nicht viel für eine Kundgebung: ein paar Inhalte, eine Anmeldung und ein paar Leute reichen schon. Ein paar Plakate oder Transparente gepaart mit einem Megaphon oder einer Akkubox mit Mikro helfen euch zusätzlich dabei auf unsere gemeinsamen Anliegen aufmerksam zu machen. Mit eurem Smartphone oder einem mp3-player könnt ihr nicht nur Musik hören, sondern auch Redebeiträge von Leuten abspielen, die es nicht zu eurer Kundgebung schaffen. Oder ihr sprecht selber Redebeiträge ein und schickt sie uns, damit wir sie auch an andere Initiativen weiterleiten können.

Wie melde ich eine Kundgebung an? 

Kundgebung How To

Redebeiträge zum Download

Werbung & Kontakt

Sagt uns Bescheid wenn ihr dabei seid, schickt uns Fotos oder Flyer, wir bewerben Eure Kundgebung auf Twitter und auf unserem Blog.
Ihr erreicht uns unter:
  • Twitter: @KeineBeute
  • E-mail: leutefuerdiemeute [at] riseup [punkt] net

Tag X Køpi-Wagenplatz

Der Køpi-Wagenplatz hat einen Räumungstermin!

Am 15.10.21 um 10 Uhr soll der Wagenplatz der Køpi von einem Großaufgebot Bullen für die nächsten windigen Investor:innen geräumt werden. Es gibt wieder Bumper für Eure Videos, also tobt Euch aus!

Køpi-Platz bleibt!

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Meute lebt! 6 Monate nach Räumung

 

 

 

Samstag 25.09.21
15 Uhr Kundgebung vor der Meuterei
19 Uhr Meute Tresen in der Regenbogenfabrik

+ Live Acts

 

 

 

Der Reichenberger Kiez hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Die Gegend ist nicht nur wegen ihrer schönen Innenstadtlage so attraktiv, sondern auch wegen dem angenehmen Kiezleben. Als gewachsene Nachbar*innenschaft, in der man sich kennt, sich gegenseitig unterstützt und solidarisch miteinander lebt, ist der Kiez sehr lebenswert.

Schon vor längerer Zeit wurde die Gegend vom Großkapital entdeckt und der Ausverkauf hat begonnen.Viele Häuser wurden entmietet, saniert, die Gewerbe ausgetauscht und so weiter… Die Mieten sind explodiert, die Mieter*innen werden drangsaliert und schikaniert von den Eigentümer*innen und Hausverwaltungen oder schlichtweg aus Eigenbedarf rausgeschmissen. Wer nicht genug Geld hat um da mitzuhalten, muss eben gehen.

Und immer wieder wird vergessen, dass es die Menschen sind, die die Nachbar*innenschaften ausmachen. Das alljährlich stattfindende Reichenberger Straßenfest, ist eine solche Institution im Kiez. Von Nachbar*innen, für Nachbar*innen. Auf Internetseiten von Immobilienbüros wird es seit Jahren beworben und benutzt, um den Kiez zu beschreiben und zu erklären, warum es sich lohnt hier überteuerte Mieten zu bezahlen.

Einer der Orte, der in den letzten fast 12 Jahren ein wichtiger Bestandteil der Kiezkultur wurde, war die Meuterei. Am 25.3. diesen Jahres wurde diese schließlich nach mehreren Jahren Mietkampf geräumt. Die Meuterei war ein wichtiger Ort für Vernetzung, Austausch, politische Organisierung und soziales Miteinander. Darüber hinaus war die Meuterei zuletzt wichtiger Knotenpunkt für die Durchführung des Straßenfestes.

Nach langen Überlegungen wird es dieses Jahr kein Reichenberger Straßenfest geben. Es gibt keinen Grund zum feiern. Außerdem ist es dieses Jahr aus verschiedenen Gründen schwieriger geworden. Da ist immer noch Corona, aber die Räumung hat auch viel dazu beigetragen. Dabei geht es nicht ausschließlich um den physischen Ort der Meuterei, auch die Belastung, die die Räumung mit sich gebracht hat, zeigt Auswirkungen. Wenn es keine Orte mehr gibt, an denen Menschen zusammen kommen können, ist es schwieriger sich auszutauschen.

Da es aber auch keine Lösung ist, das Feld den Investor*innen zu überlassen, haben wir uns dazu entschieden, ein halbes Jahr nach der Räumung, also am 25.09.21 ab 15 Uhr eine Kundgebung vor der Reichenberger 58 zu machen.
Nur weil sie uns unsere Räumen nehmen, heißt es nicht, dass wir weg sind. Wir sind weiterhin da und wir werden weiter kämpfen für ein besseres solidarisches Leben.
Weil wir aber auch die Wichtigkeit sozialer Momente und der Möglichkeit nach Austausch sehen, laden wir am selben Tag ab 19Uhr zum Tresenabend vor die
Regenbogenfabrik ein!

Kommt vorbei, lauscht den ein oder anderen Interpret*innen auf der Kundgebung, sowie den Redebeiträge und trinkt anschließend in geselliger Atmosphäre ein, zwei, viele Kaltgetränke mit uns.

Kundgebung: Die fabelhafte Welt des gemeinschaftlichen Widerstandes am 3.Juli ab 15 Uhr Mariannenplatz

Am Samstag, den 3.7. ab 15 Uhr findet auf dem Mariannenplatz eine Kundgebung gegen Repression statt. Da wir in den Themengebieten „staatliche Repression“ und „gemeinschaftlicher Widerstand“ mittlerweile reichlich Erfahrung gesammelt haben beteiligen wir uns natürlich daran!

Kommt vorbei und macht, was wirklich zählt! Es gibt widerständige Redebeiträge, widerständige Musik, unangepasste Performances, Siebdruck, KüFa, Infotische, Jodel-workshop uvm.

Mehr Infos unter https://fabelhafterwiderstand.blackblogs.org/

 

Wir sind wütend! Aber diesmal: feierlich wütend!

Harte Zeiten. Viele Projekte in Berlin sind akut bedroht oder suchen ein neues Zuhause.

In Freiburg und Leipzig: Hausdurchsuchungen. Rund um den
1. Mai hat der Staat seine Zähne gezeigt, unsere Demos zerschlagen und Leute verprügelt. Bundesweit und international gibt es immer noch heftige Verfahren. Es sind Genoss*innen im Knast, Prozesse laufen oder stehen an. Gesetze wurden und werden verschärft, um unsere Präsenz auf den Straßen und darüber hinaus besser unter Kontrolle zu kriegen.

Die Pandemie hat gezeigt, dass die Herrschenden unser soziales Miteinander viel stärker ins Visier nehmen als den kapitalistischen Normalzustand.

Der Mietendeckel ist gefallen, Zwangsräumungen finden statt und auch darüber hinaus sind die Perspektiven auf ein gutes wirtschaftliches Auskommen für viele mehr als düster.

Die Liste ist lang und stellt die Frage: Was tun, wenn‘s knallt?

Punkrock (und Musik) hören, uns gegenseitig zuhören, gemeinsam feiern!
Das gute Leben für alle beginnt dann, wenn wir eine gute Zeit
miteinander haben!

Also: Zusammenkommen und zeigen, dass wir viele sind!

Denn wir wissen, wenn es einzelne trifft, dann sind wir alle gemeint.

Dass wir Ideen haben, wie das gute Leben für alle aussehen könnte und dass wir diese auch umsetzen wollen und werden. Und dass wir den Hindernissen, die uns dabei in den Weg gestellt werden, gemeinsam begegnen. Wir haben besseres
zu tun, als uns einschüchtern zu lassen!

Wir wollen tanzen, quatschen, feiern zusammen! Es wird Live-Mukke gespielt, gelabert, gelesen, gegessen und noch mehr.

Kommt vorbei und macht, was wirklich zählt!

Macht Videos für die Potse!

Ihr habt sicher schon einige Mobiclips für die kommende Räumung der Potse auf Twitter oder anderen Plattformen gesehen! Wir haben wieder Bumper gemacht, mit denen ihr eure eigenen Videos verschönern könnt:

Alles Rotze ohne Potse! Räumungsankündigung für den 19.05. um 8 Uhr #potsebleibt #potse #b1905 #interkiezionale

Die Wut steigt weiter…

Offensichtlich ist die Wut ungebrochen und steigt weiter! Folgenden Aufruf haben wir an der geräumten Meuterei und an anderen Stellen im Kiez vorgefunden und aus Gründen der Barrierefreiheit und Dokumentation nochmal abgetippt:

Aufruf: Ihr räumt unsere Projekte? Wir sabotieren euren Profit!

Das letzte Jahr hat uns drei weitere wichtige Orte sozialer Infrastruktur und politischer Organisierung genommen. Die vom Rot-Rot-Grünen Senat angekündigte Räumungswelle fand im September mit dem Syndikat ihren Anfang, kurz darauf folgte die Liebig34 und nun auch noch die Meuterei.

Damit fehlen uns drei weitere selbstbestimmte Räume in dieser Stadt, die wir dringend brauchen, um nicht vollständig im kapitalistischen Alltag unterzugehen.
Trotz vielfältigem Widerstand, andauernder Kämpfe und unterschiedlichster Bemühungen die Räume zu halten, wichen weder die politisch Verantwortlichen noch die Eigentümer*innen von ihrer harten Linie gegen unsere Projekte ab.
Im Gegenteil besetzten schon Tage vorher die Bullen die Kieze, mieteten sich teilweise sogar in umliegende Wohnungen ein und errichteten rote Zonen, um jeglichen Widerstand schon im Keim zu ersticken. Als quasi Kollateralschaden leiden die Nachbarinnen unter dem Terror der Bullen.
Sie wollen uns nicht mal mehr die Möglichkeit lassen, unsere Räume in der direkten Auseinandersetzung zu verteidigen. Dabei geht es nicht nur darum, die Räumung durchzusetzen, sondern auch darum, die Unhinterfragbarkeit staatlicher Ordnungspolitik zu zementieren — auf unserer Seite sollen kollektive Ohnmachtsgefühle ausgelöst werden.
Das lassen wir nicht unbeantwortet! Wir müssen über neue Strategien nachdenken!
Der Staat tut alles, um die Eigentumsrechte der Reichen durchzusetzen!
Wir schlagen vor: Lasst uns Meuterei, Syndikat und Liebig34 unvermietbar machen!
Wir schlagen vor jegliche Nutzung der Räume für die kommenden 10 Jahre unmöglich zu machen!

Es gibt viele Möglichkeiten! Sabotieren wir die Renovierungsarbeiten. machen wir Interessent*innen
klar, welche Räume sie da mieten wollen. Durch Go-ins, Stinkbomben, Flyern und Blockaden kann es richtig unattraktiv werden die Räume zu mieten!
Der Kampf um die Liebig 14 und das Car-Loft in der Reichenbergerstraße haben gezeigt, in welche Richtung so eine Strategie gehen kann.

Wichtig erscheint uns dabei, ausdauernd und fokussieret vorzugehen. Ein für 10 Jahre nicht vermietbarer Ort hätte Signalwirkung für all die anderen Schweine aus der Immobilienbranche, die mit dem Gedanken spielen, linksradikale Projekte in Geldanlagen zu verwandeln.

Wir denken, dass die drei Projekte für so eine Strategie gute Voraussetzungen bieten, da sie im Kiez verankert sind und vielfältiger Widerstand möglich ist.
Die Eigentümer*innen sind aus den Räumungen bisher beinahe unbeschadet hervorgegangen, greifen wir sie da an wo wir sie am empfindlichsten treffen können – sabotieren wir ihren Profit!
Autonome Gruppen

Bildersuche

Wir haben in letzter Zeit viele Bilder von Soliaktionen bekommen und haben uns über jedes einzelne gefreut. Danke für eure Solidarität!
Wir würden die Bilder gerne sammeln. Leider sind viele sehr klein. Wenn ihr könnt, schickt uns doch die Bilder nochmal in besserer Qualität an leutefuerdiemeute // @ // riseup.net. Am liebsten natürlich verschlüsselt.
Den public key findet ihr hier: https://leutefuerdiemeute.noblogs.org/kontakt

Bericht der Kritischen Demobeobachtung Berlin zu den Protesten gegen die Räumung der Meuterei vom 23.03.21 bis 25.03.21

Die kritischen Demobeobachter*innen haben die Proteste rund um die Räumung der Meuterei begleitet. Vielen Dank für eure Arbeit!

Hier der Bericht: (Quelle: demobeobachtungberlin.noblogs.org)

Im Kontext der für den 25.03.21 angekündigten Räumung der Kiezkneipe Meuterei fanden mehrere Versammlungen statt, die wir mit mehreren Teams begleiteten, um die Gewährleistung der Versammlungsfreiheit durch die Polizei zu beobachten. Wir waren bei der Demonstration unter dem Motto „Wir sind unregierbar – Meuterei und Rigaer 94 verteidigen!“ am 23.03.21 abends, bei den verschiedenen für den Räumungstermin angekündigten Versammlungen am 25.03.21 morgens und der für den Abend des gleichen Tages angekündigten TagX-Demonstration anwesend.

Insgesamt haben wir bei den einzelnen Protestversammlungen teils eklatante Verstöße der Polizei gegen das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit der Versammlungsteilnehmenden und vereinzelt auch Situationen beobachtet, die den Anfangsverdacht strafrechtlich relevanter Verstöße durch einzelne Beamte begründen. Weiterlesen

Erklärung der Meuterei

Heute morgen, um 8:18 Uhr, wurden uns die Räumlichkeiten der Meuterei mit einem massiven Bulleneinsatz entrissen. Um unsere Räume selbst im letzten Moment nicht alleine zu lassen, haben wir uns entschieden, dass die letzte Runde gemeinsam mit zwei Kollektivistas ausgerufen werden sollte.

Wir sind wütend. Wütend darüber, dass über Jahre aufgebaute rebellische & solidarische Kiezkultur immer wieder zerstört wird. Durch die Bullen, Investor:innen, in unserem Fall Goran Nenadic, der Justiz und der Politik. Wir sind wütend, dass Lebens- und Wohnräume für Profite zerstört werden. Wir sind wütend, dass der “Berliner Charme” beworben wird, durch Spekulant:innen, die Menschen vedrängen, die diesen über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Und dies nur, um daraus Profit zu schlagen.

Aber wir sind auch dankbar, für eure Aktionen, eure Solidarität und für all die Jahre, in denen ihr mit uns gemeinsam die Meuterei zu diesem Ort gemacht habt, den wir so sehr lieben. Der Ort, an dem wir zusammen politisch aktiv waren, an dem wir zusammen ein Getränk trinken konnten, uns austauschen und ein wenig unsere Utopien leben und erlebbar machen konnten.

Wir können es einfach nicht oft genug sagen: Danke. Vielen Dank, dass ihr uns in diesen Tagen, Wochen und Jahren bis zu diesem Moment beigestanden habt. Wir werden nicht aufhören, unsere Arbeit weiterzuführen, auch wenn dies erstmal ohne Räume passieren wird. Wir werden uns wieder sehen, ob auf Plena oder bei Aktionen. Und heute auch wieder einmal auf der Straße. Lasst uns unserer Wut gemeinsam Ausdruck verleihen auf der Demo der Interkiezionale um 19.00h am Mauerpark/Eberswalder Str.

Unsere Räume wurden uns genommen, doch die Meuterei bleibt.